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Seit 2014 gibt es das Berufsbild des Notfallsanitäters und die dreijährige Ausbildung zum neuen Fachberuf. Der ASB Baden-Württemberg e.V. legt Wert auf eine gute Aus- und Weiterbildung sowie eine angemessene Entlohnung seiner Mitarbeiter im Rettungsdienst. Gemeinsam mit Verdi hat der Landesverband in einem Tarifvertrag deshalb die Weichen für eine gute Bezahlung sowie attraktive Arbeitsbedingungen gestellt. Der neue Tarifvertrag tritt am 1. Juli 2017 in Kraft.

Ein Notfallsanitäter versorgt schwer verletzte oder erkrankte Patienten, bis der Notarzt eintrifft. Das heißt, er wendet in lebensbedrohlichen Situationen medizinische Maßnahmen an, die sonst nur ein Arzt durchführen darf. Notfallsanitäter entscheiden über Medikamentengaben oder legen venöse Zugänge. Aufgaben, die ein großes medizinisches Fachwissen und fundierte Kenntnisse im Umgang mit Patienten voraussetzen. Im Vergleich zum bisherigen Berufsbild des Rettungsassistenten übt der Notfallsanitäter deutlich umfangreichere und verantwortungsvollere Tätigkeiten aus. Deshalb erfordert der Beruf auch eine längere Ausbildung sowie kontinuierliche Fort- und Weiterbildungen.

Mit dem neuen Tarifvertrag sind die Beschäftigten des ASB künftig finanziell deutlich besser gestellt. Zum 1. Juli 2017 werden alle Notfallsanitäter in die neu geschaffene Entgeltgruppe E9n eingruppiert. Das bedeutet für nach dem 31. Juli 2007 eingestellte Notfallsanitäter Lohnsteigerungen um die zehn Prozent, in Einzelfällen sogar eine Lohnsteigerung von bis zu 19 Prozent. Auch bei der wöchentlichen Arbeitszeit verbessert der ASB die Situation für seine Rettungskräfte. Ab dem 1. Juli 2017 verringert sich die Arbeitszeit auf maximal 47 Stunden die Woche, ab dem 1. Januar 2018 auf 45 Stunden.

99 Auszubildende zum Notfallsanitäter sind derzeit beim ASB Baden Württemberg e.V. beschäftigt. Die ersten zehn beenden im Sommer 2017 ihre Ausbildung. Rettungskräfte, die bislang als Rettungsassistenten im Einsatz waren und ihren Beruf weiter ausüben möchten ermöglicht der ASB die Weiterbildung. Für alle, die nach einer dreiwöchigen Vorbereitung die Prüfung zum Notfallsanitäter abgelegt haben, bedeutet dies auch eine deutliche Aufwertung ihres Berufs. „Wir freuen uns, dass wir für unsere Mitarbeiter ein so gutes Paket schnüren konnten. Als Arbeitgeber werden wir dadurch noch attraktiver“, kommentiert Landesgeschäftsführer Lars-Ejnar Sterley die neuen Tarifregelungen.

Bild: Georg Kludsky / ergonomediaDer neue Tarifvertrag ermöglicht attraktive Arbeitsbedingungen und Entlohung für Notfallsanitäter.
Bild: Georg Kludsky / ergonomedia 

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