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In den Verhandlungen des ASB Baden-Württemberg e.V. mit der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di gibt es keine Einigung. Verhandlungsgegenstand war die Vergütung der Arbeit von geringfügig Beschäftigten (GfB) im Behindertenfahrdienst. Trotz sehr hohem Wettbewerbsdruck hatte sich der ASB in der jüngsten Verhandlungsrunde bereit erklärt, auf Forderungen von ver.di für höhere Stundensätze einzugehen, Urlaubsansprüche anzuheben oder das altersgerechte Arbeiten zu fördern. Die Verhandlungen scheiterten jedoch an unangemessenen Forderungen von ver.di, die der ASB betriebswirtschaftlich nicht verantworten kann, damit er weiterhin ein verlässlicher und zukunftsfähiger Arbeitgeber zu bleiben kann.

 

Der ASB Baden-Württemberg e.V. bezahlt alle seine über 7.500 Mitarbeiter nach geltendem Tarifvertrag. Die tariflichen Regelungen für die rund 600 GfB im Behindertenfahrdienst sind noch bis Ende 2021 gültig. Um auch diese dauerhaft zu sichern, hat der ASB in den vergangenen Monaten die ver.di Tarifkommission zu Verhandlungen über die Vergütung der Arbeit der GfB im Behindertenfahrdienst aufgefordert.
In der jüngsten Verhandlungsrunde hatte der ASB sich bereit erklärt, die Forderung von ver.di nach Umsetzung des ver.di-Stundensatzes von 10 EUR im laufenden Jahr, 10,50 EUR 2021 und 11 EUR im Jahr 2022 zu akzeptieren. Diese Stundensätze liegen deutlich über dem gesetzlichen Mindestlohn (derzeit 9,35 EUR). Darüber hinaus war der ASB dazu bereit, für alle Beschäftigten des ASB 30 Urlaubstage einzuführen oder alternativ das altersgerechte Arbeiten mit über 2 Millionen EUR zu fördern.

 

ASB weiter gesprächsbereit


Der Landesgeschäftsführer des ASB Baden-Württemberg e.V. Lars-Ejnar Sterley erklärt zum Ergebnis der Verhandlungen: „Durch das für uns enttäuschende Scheitern der Verhandlungen sind nun viele Arbeitsplätze der GfB in den Behindertenfahrdiensten gefährdet. Dies ist selbstverständlich nicht im Sinne des ASB. Wir sind auf Basis des von uns vorgelegten Angebots weiter gesprächsbereit und werden versuchen, wirtschaftlich tragfähige Lösungen zum Erhalt der Arbeitsplätze zu finden.“ Der ASB legt Wert auf eine vertrauensvolle und wertschätzende Zusammenarbeit mit seinen Mitarbeitern.

 

ASB Baden-Württemberg e.V.


Der Arbeiter Samariter-Bund Baden-Württemberg e.V. (ASB) hat 21 ASB-Regionen und beschäftigt rund 7.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon sind rund 1.200 geringfügig Beschäftigte. Rund 2.900 Ehrenamtliche unterstützen den ASB aktiv. Der Verein ist Dienstleistungsunternehmen, Hilfsorganisation und Wohlfahrtsverband. Er betreibt ambulante Sozialdienste wie Sozialstationen, teilstationäre und stationäre Einrichtungen, darunter Pflegeheime und Betreute Wohnanlagen. Zum Leistungsspektrum gehören Aufgaben im Rettungs- und Sanitätsdienst, im Bevölkerungsschutz, in der Alten- und Behindertenarbeit, der Kinder- und Jugendhilfe sowie der Jugendarbeit.

 Lars-Ejnar Sterley Landesgeschäftsführer ASB Baden-Württemberg e.V.

 Lars-Ejnar Sterley, Landesgeschäftsführer ASB Baden-Württemberg e.V. Foto: ASB Baden-Württemberg e.V.